Zeitgemäße Geldanlage anstatt Verwahrentgelt

Infolge der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) haben viele Kreditinstitute in den vergangenen Monaten Verwahrentgelte eingeführt. Auch die Sparda-Bank Hamburg berechnet seit dem 1. Januar 2021 ein Verwahrentgelt in Höhe von 0,5 % für Guthaben ab 50.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonten mit neueren Verträgen. Bestandskunden werden in diesem Zuge aktiv angesprochen und auf die Änderung bei den Kontomodellen aufmerksam gemacht. Grundsätzlich gilt, Kundinnen und Kunden sollten sich jetzt zu geeigneten Anlagealternativen beraten lassen.

Die Zentrale der EZB in Frankfurt

Die Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt: Für Einlagen der Kreditinstitute bei der EZB beläuft sich der Zinssatz aktuell auf - 0,5 %. Eine Zinswende ist nicht in Sicht.

Jetzt Artikel teilen

@

So informieren wir Kundinnen und Kunden

Bei Kundinnen und Kunden mit neueren Girokontoverträgen ist die Möglichkeit der Abrechnung eines Verwahrentgeltes bereits im Kontovertrag enthalten. Bestandskunden mit älteren Kontoverträgen werden im Laufe des Jahres 2021 durch die Bank kontaktiert und zum persönlichen Beratungsgespräch eingeladen, um sich über Anlagealternativen zu informieren.

eit 2014 berechnet die EZB Negativzinsen – inzwischen sind es - 0,5 %. Diese Zinspolitik hat nachvollziehbare Gründe, verändert aber das grundlegende Geschäftsprinzip von Kreditinstituten. Kundinnen und Kunden vertrauen ihrer Hausbank ihre Ersparnisse an. Ein Teil dieser Einlagen wird in Form von Krediten an andere Kunden weitergegeben. Ist die Summe der Kundeneinlagen höher als die der vergebenen Kredite, wird das übrige Geld am Finanzmarkt angelegt. Dies geschieht unter anderem bei der genossenschaftlichen Zentralbank. Seit 2014 werden auf diese Einlagen aber keine Zinserträge mehr ausgezahlt, sondern Minuszinsen belastet. Den Banken und Sparkassen entstehen Kosten, wo früher Zinserträge erwirtschaftet wurden. In der Regel gelten dabei bestimmte Freibeträge, daher berechnen auch die wenigsten Geldhäuser die Verwahrung der Kundeneinlagen bereits ab dem ersten Euro, sondern erst ab bestimmten Summen.

 

Die Rolle der Europäischen Zentralbank

Warum aber werden überhaupt Minuszinsen erhoben? Die EZB und in ihrem Gefolge die nationalen Zentralbanken sind für die Währungspolitik im Euroraum zuständig. Sie wollen mit ihrer Zinsgestaltung die Konjunktur und die Preise stabil halten. Ein Niedrig- bzw. Minuszins soll die Banken dazu bewegen, kein Geld zurückzuhalten, sondern Kredite zu vergeben und so die Wirtschaft anzukurbeln. Mittlerweile beläuft sich der Zinssatz für die Einlagen der Kreditinstitute bei der Zentralbank auf - 0,5 %. Und er könnte noch weiter sinken, denn eine Zinswende ist – auch vor dem Hintergrund der Corona-Rettungsmaßnahmen – nicht in Sicht.

Um langfristig geschäftsfähig zu bleiben, haben viele Banken und Sparkassen deshalb bereits Negativzinsen eingeführt oder bereiten dies aktuell vor.

 

Die Folgen für unsere Genossenschaft

Mit Blick auf diese Entwicklung berechnen auch wir unseren Kunden mit neueren Kontoverträgen bereits seit dem 1. Januar 2021 ein Verwahrentgelt in Höhe von 0,5 % auf Einlagen über 50.000 EUR auf Giro- und Tagesgeldkonten. Ältere Kontenmodelle werden schrittweise angepasst. Deshalb sprechen wir aktuell nach und nach auch unsere langjährigen Bestandskunden an und laden sie zu einem persönlichen Beratungsgespräch zum Thema „zeitgemäße Geldanlage“ ein.

 

Jetzt beraten lassen!

Wir haben uns die Entscheidung zur Einführung des Verwahrentgeltes nicht leicht gemacht und es ist uns wichtig, allen Kundinnen und Kunden Möglichkeiten für alternative, zeitgemäße Geldanlagen aufzuzeigen und individuelle Lösungen anzubieten. In einem persönlichen Beratungsgespräch besprechen wir gern mit Ihnen Ihre persönlichen Wünsche und Ziele und zeigen Ihnen alternative Geldanlagemöglichkeiten auf, die Ihr Vermögen nicht nur vor den Auswirkungen der Niedrig- und Negativzinsphase, sondern zudem auch vor einem inflationsbedingten Wertverlust schützen können.

 

Wie im Leben so oft, gilt auch bei der Geldanlage: Die Mischung macht’s! Es gibt gute Alternativen, um Minuszinsen zu vermeiden und einer inflationsbedingten Wertminderung des Kapitals entgegenzuwirken. Gemeinsam beantworten wir im Beratungsgespräch mit Ihnen die Frage: Was ist Ihnen wichtig? Hohe Renditechancen, größtmögliche Sicherheit oder jederzeit vollen Zugriff auf Ihr Kapital? Ihre individuelle Lebenslage und Ihre persönlichen Ziele spielen eine große Rolle bei der Entscheidung für die richtige Geldanlage bzw. den richtigen Geldanlagemix. Außerdem klären wir, ob sich für Sie vorwiegend regelmäßige Sparbeträge oder eher eine Einmalanlage eignen.

 

Sich um zeitgemäße Formen der Geldanlage zu kümmern, ist jetzt wichtiger denn je. Denn aufgrund der langanhaltenden Tiefzinsphase verlieren Ersparnisse auf Giro- oder Tagesgeldkonten bei steigender Inflation auch unabhängig von einem Verwahrentgelt stetig an Wert. Die gute Nachricht ist: Es ist möglich, dass Sie mehr aus Ihrem Geld machen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf zur Terminvereinbarung unter 040 550055 0. Bitte nennen Sie hier das Stichwort „Verwahrentgelt“ um gleich zum richtigen Ansprechpartner durchgeleitet zu werden. Selbstverständlich steht Ihnen unsere Terminvereinbarung auch online zur Verfügung.

S

Im Interview: Vorstandschef Oliver Pöpplau zur Einführung des Verwahrentgelts

Oliver Pöpplau,

Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hamburg eG

» Es gibt bessere Alternativen für die Geldanlage. «

  • Zum Interview

    Frage: Warum hat sich die Sparda-Bank Hamburg zur Einführung des Verwahrentgelts entschlossen?

    Oliver Pöpplau: Durch die Berechnung von derzeit 0,5 % Negativzinsen seitens der EZB entstehen Banken erhebliche finanzielle Aufwände, wenn sie die Spareinlagen ihrer Kundinnen und Kunden bei der Notenbank verwahren. Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung ist es uns wichtig, dass das Einlagenwachstum unsere Genossenschaft nicht belastet. Wir haben uns daher für die Einführung eines Verwahrentgeltes in Höhe von 0,5 % für Giro- und Tagesgeldkontoguthaben von mehr als 50.000 Euro entschieden.

     

    Frage: Welche Alternativen haben Kunden, die ihre Ersparnisse bisher auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto parken?

    Oliver Pöpplau: Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sein Geld wertstabil anzulegen – mit größeren und kleineren Renditeaussichten, je nach Risikobereitschaft. Für manche Anlageformen gibt es sogar staatliche Förderungen.

     

    Frage: Was sollten Kunden tun, die bereits jetzt oder demnächst von dem Verwahrentgelt betroffen sind?

    Oliver Pöpplau: In einem persönlichen Beratungsgespräch zeigen wir unseren Kundinnen und Kunden Anlagemöglichkeiten und Lösungen auf, wie sich auch in der aktuellen Zeit Verwahrentgelt und inflationsbedingte Wertminderungen vermeiden lassen. Unsere Anlageberater/innen sind Experten auf ihrem Gebiet und erarbeiten im Beratungsgespräch individuelle Lösungen zusammen mit unseren Kundinnen und Kunden, die sich an der Lebenssituation, den persönlichen Vorstellungen und Zukunftsplänen orientieren.

Der direkte Weg zu uns

Haben Sie Fragen zu den Leistungen der Sparda-Bank? Kontaktieren Sie uns!

Kontakt

Einfach anrufen

Hier erfahren Sie rund um die Uhr mehr über die Angebote der Sparda-Bank Hamburg.

040/55 00 55 0

Sparda Aktuell Digital

Wertvolle Tipps für Ihre Finanzen

Weitere Artikel

Wir bieten den optimalen Mix aus individueller Beratung und modernen digitalen Leistungen.

Sicher und komfortabel in die Zukunft

Jetzt richtig versichern und clever für später vorsorgen. Wir zeigen wie das geht.

Versicherungs- und Vorsorgecheck

Mei Invest, der digitale Anlageassistent

Ein innovatives Online-Tool zur bequemen Geldanlage unseres Fondspartners Union Investment.

MeinInvest

nach oben

  • Bildnachweise

    Foto: Sparda-Bank Hamburg; iStock (biscotto87, ollo)