Besser reisen: So geht Urlaub heute

Urlaubstrends

Spontan mit dem Fernbus nach Berlin oder mit dem eigenen Familien-Van schnell mal an die Ostsee. Übernachtet wird im Dachzelt oder statt im Hotel in der Privatwohnung von Airbnb. Wir reisen heute ganz anders als früher und oft sogar deutlich günstiger. Ausgewählte Trends und nützliche Spartipps.

Suchmaschinen helfen günstig zu Reisen
Besser reisen mit dem Flixbus ist auf kurzen Strecken eine Alternative zur Bahn
Spontaner Ferienspaß an der Ostsee

Reisen macht einfach Spaß und auch ein Kurztrip an den Ostseestrand bringt Erholung vom Alltag. Die Digitalisierung erleichtert es uns zudem, nicht nur die besten Angebote zu finden, sondern sich auch vorab über den Urlaubsort oder die günstigsten Anreisemöglichkeiten zu informieren.

as Auto voll gepackt bis unters Dach und ab in den Süden: So ist ein Großteil der Deutschen noch vor 20 Jahren am liebsten in den Urlaub gestartet. Fliegen war noch nicht in der Diskussion, Bahnfahren auch nicht gerade ein Schnäppchen und Fernbusse bis auf wenige Ausnahmen durch das Personenbeförderungsgesetz verboten. Heute ist das anders. Mit Kind und Kegel im Auto loszufahren, ist zwar immer noch eine Möglichkeit, die gern genutzt wird, aber es gibt inzwischen viele Alternativen. Dank einer Gesetzesnovelle steuern heute Fernbusse alle großen deutschen Städte und viele europäische Metropolen an und ermöglichen es, sehr günstig zu reisen. Die Bahn hat ihr Angebot an Sparpreisen deutlich ausgebaut. Und auch die immer mehr gefragte Möglichkeit, mit dem eigenen Bulli-Bus oder mit dem Familien-Van in den Campingurlaub zu fahren, eröffnet den Reisenden neue Urlaubswelten.

 

Durch das Internet haben die Kunden zusätzlich an Macht gewonnen, weil sie dort in Sekundenschnelle Preise vergleichen, Erfahrungsberichte lesen oder den Urlaubsort inklusive Fotos checken können. Wer ein wenig Zeit investiert, weiß, ob das Bett weich ist, wie das Essen schmeckt und welche Sehenswürdigkeiten es gibt, bevor er überhaupt losgefahren ist.

 
Unser Tipp: Denken Sie bei der Reiseplanung rechtzeitig an den Versicherungsschutz. Der ist heute wichtiger denn je. Denn weil wir heute günstiger reisen, sind wir auch häufiger unterwegs. Mehr dazu im Kasten unten. Und nun viel Spaß bei der Reiseplanung!

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Besser reisen – Urlaub planen

Smart planen mit Bewertungsportalen: Das Internet ist ein Mitmach-Web. Menschen aus der ganzen Welt bewerten auf beliebten Reiseportalen wie Holidaycheck und Tripadvisor zahlreiche Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten. Bevor Sie eine Unterkunft buchen, schauen Sie also mal, was ehemalige Gäste dazu sagen. Tipp: Filtern Sie die Bewertungen und lassen Sie sich z. B. nur Einträge von Familien anzeigen. So finden Sie schneller die zu Ihnen passende Unterkunft.

 

Spontan auf Schnäppchenjagd gehen: Wer nicht in den Schulferien verreisen muss, kann mit Schnäppchenportalen sehr günstig reisen. Diese zeigen gezielt Rabattaktionen und Restbestände von Reiseanbietern an. Mit den Angeboten von Portalen wie zum Beispiel Urlaubsguru und Urlaubspiraten kommen Sie für wenig Geld um die Welt.

 

Wohnmobil, Ferienhaus – früher buchen lohnt sich: Vor allem für Familien mit schulpflichtigen Kindern lohnt es sich, den Urlaub rechtzeitig zu planen. Wer sich, aufgrund der durch die Schulferien vorgegebenen Ferienzeiten, schon früh festlegt, kann sich bei der Suche nach Ferienhäusern oder auch bei der Planung eines angesagten Wohnmobilurlaubs einen Frühbucherrabatt sichern.

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Sparangebote der Bahn: Innerhalb Deutschlands und bei Fahrten ins benachbarte Ausland ist die Bahn oft die schnellste und klimaschonendste Art zu reisen. Heute gibt es zudem deutlich mehr Sparangebote als früher. Kinder unter 15 fahren in Begleitung meist kostenlos und Sparpreise gibt es inzwischen auch über Ländergrenzen hinweg. Vom Norden aus sind z. B. Kopenhagen und Amsterdam Reiseziele, die sich bequem per Bahn erreichen lassen. Auch für Reisen mit dem Rad ist die Bahn gut geeignet.

 

Mit Fahrgemeinschaften durchs Land: Bei anderen bequem und sicher gegen kleines Geld im Auto mitfahren, ohne zu trampen? Das geht durch die Vermittlung von Mitfahrzentralen. Bei Anbietern wie BlaBlaCar können Sie vorher Ihren Chauffeur begutachten: Die Fahrer legen online Profile an und werden von den Mitfahrern bewertet. Praktisch auch für kurzfristige Trips, wenn die Fernbusse schon ausgebucht oder vergleichsweise teuer sind.

 

Reisen mit dem Fernbus: In Ländern wie den USA gibt es schon seit vielen Jahren ein ausgeprägtes Fernbusnetz als Alternative zur Bahn, in Deutschland wurden dafür erst 2012 die gesetzlichen Möglichkeiten geschaffen. Der aktuell größte Anbieter ist Flixbus. Wer früh bucht, kann unschlagbar günstig reisen, zum Beispiel für 5 Euro von Hamburg nach Berlin fahren – im klimatisierten Bus mit WLAN. Auch an die Ostsee mit ihren tollen Stränden oder ins Ausland rollen die Busse. Vor allem auf Inlandsstrecken eine gute Alternative zu Bahn oder Flugzeug.

Unterkunft

Besser reisen – Unterkunft

Voll im Trend – Spontantrips und Übernachten mit Camper oder Zelt: Besonders bei Familien erfreut sich der Urlaub an den norddeutschen oder skandinavischen Küsten großer Beliebtheit. Egal ob mit Bulli-Bus oder Dachzelt auf dem Familien-Van – überschaubare Reisekosten und große Flexibilität sprechen für sich. In Skandinavien ist sogar das Wild-Campen erlaubt. Und mit Meer und Strand ist beim Camping-Trip Richtung Norden der größte Spielplatz der Welt direkt inklusive. Perfekt auch für den Kurztrip über's Wochenende. Und wen es dennoch in die Ferne zieht: Sind Bus und Zelt erst einmal angeschafft, steht auch einer Reise nach Italien oder Kroatien im nächsten Sommer nichts mehr im Weg.

 

Glamping in der Natur: Sie sind gern draußen, finden richtiges Camping aber zu unbequem? Das geht vielen so, deshalb haben zahlreiche Campingplätze in Europa aufgerüstet und bieten Glamping an (steht für „glamorous camping“, deutsch: glamouröses Camping). Hier müssen Sie das Zelt nicht selbst mitbringen und aufbauen, sondern ziehen in ein Luxuszelt oder Mobilheim ein, das zum Beispiel mit richtigen Betten und Beleuchtung ausgestattet ist. Solche Schlafgelegenheiten finden Sie beispielsweise über Portale wie Glamping oder Vacanceselect. Ganz billig ist das Ganze aber nicht.

 

Kostenlos übernachten: Wer im Urlaub gern neue Leute kennenlernt, kann Couchsurfing ausprobieren. Das ist ein großes Online-Netzwerk von Menschen auf der ganzen Welt, die andere umsonst auf ihrem Sofa oder im Gästebett übernachten lassen. Ein bisschen Abenteuerlust gehört dazu, denn Sie wissen vorher natürlich nicht so genau, an wessen Frühstückstisch Sie landen. Ideal für kontaktfreudige Alleinreisende.

 

Hostel mit Extras: Partys, WLAN, eine Bar auf der Dachterrasse oder Familienzimmer mit eigenem Bad – vor allem private Hostels bieten viel mehr als nur ein günstiges Bett im Schlafsaal. Über Portale wie zum Beispiel Hostelworld oder Hostelbookers können Reisende anhand konkreter Suchkriterien das passende Zimmer finden. Gut geeignet auch als Unterkunft bei Fernreisen, denn günstige Hostels gibt es auf der ganzen Welt.

 

Bei privaten Anbietern logieren: Auf Portalen wie Airbnb und Wimdu mieten Urlauber individuelle Unterkünfte von Privatpersonen, statt in den Zimmern von Hotelketten zu übernachten, die überall gleich aussehen. Vom einfachen Gästezimmer mit Gemeinschaftsbad in München über das Hausboot in Amsterdam bis zur Villa mit Pool am Mittelmeer ist alles dabei. Die Bewertungen ehemaliger Gäste helfen dabei, die richtige Unterkunft zu finden. Tipp: Wer selbst sein Zuhause vermieten möchte, sollte sich vorab informieren, da es in manchen Städten Auflagen gibt.

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Sie werden krank und können nicht verreisen? Dann übernimmt eine Reiserücktrittversicherung die Stornokosten.

 

Sportunfall auf Mallorca, Blinddarm-OP in Thailand? Eine Auslandsreise-Krankenversicherung ist ein wichtiger Reisebegleiter, damit Sie nicht auf etwaigen Behandlungskosten sitzen bleiben.

 

Die Reisegepäckversicherung schützt Ihr Gepäck – übrigens auch schon zu Hause, z. B. wenn etwas aus Ihrem Auto gestohlen wird.

 

Nicht vergessen: Ins Gepäck gehört auch die richtige Kombi aus  Reisezahlungsmitteln, etwa Kreditkarte und Fremdwährung.

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  • Bildnachweise

    Fotos: iStock (Lechatnoir, NicoElNino, Nomad, pixdeluxe, Ryan McVay, YakobchukOlena), Flixbus; Montage: HMC (Motive: iStock/martin-dm, Sparda-Bank); Illustrationen: iStock (aleksandr-mansurov-ru, Artizarus, rashadashurov, Vitalii Tkachuk)