Mit diesen 5 Tipps gelingt Ihr Sabbatical

Berufliche Auszeit

Haben Sie auch schon mit dem Gedanken gespielt, den Job einfach Job sein zu lassen? Dann finden Sie hier wertvolle Tipps von der Planung bis zur Umsetzung, damit der Traum von der Auszeit gelingt.

Frau wartet auf ihr Flugzeug

Endlich Zeit für die eigenen Pläne, Wünsche und Träume: Mit einer gut organisierten Auszeit vom Job können Sie Ihre Vorhaben entspannt umsetzen.

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ohl jeder spielt hin und wieder mit dem Gedanken, eine berufliche Auszeit zu nehmen. Ob Weltreise mit dem Partner, Renovierungsprojekt, berufliche Weiterbildung oder einfach der Wunsch, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen – die Gründe für eine Auszeit, auch Sabbatical genannt, sind so vielfältig, wie die Menschen selbst.

 

Der Begriff Sabbatical stammt vom hebräischen Wort ‚sabat’ ab, was so viel bedeutet wie ‚Innehalten’ und zu sich selbst finden. In Deutschland erfreuen sich Sabbaticals zunehmender Beliebtheit. Immer mehr deutsche Arbeitnehmer nehmen sich eine Auszeit vom Job, um ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Wir erläutern, wie der Traum von der Auszeit gelingt und geben wertvolle Tipps von der Planung bis zur Umsetzung.

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Mehr als nur eine Pause vom Job: gute Gründe für ein Sabbatical

Haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein Sabbatical?

Einen gesetzlichen Anspruch auf ein Sabbatical gibt es für Arbeitnehmer – mit Ausnahme von besonderen Regeln für Beamte oder Beschäftigte im Öffentlichen Dienst – nicht.  Es gibt jedoch immer mehr Unternehmen, die ihren Mitarbeitern eine längere, befristete Pause – meist zwischen drei und zwölf Monaten – ermöglichen. Die Grundlage für diese Auszeit bietet das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) vom 1. Januar 2001, das eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit erlaubt. Voraussetzungen sind eine Betriebsgröße von mehr als 15 Mitarbeitern und eine bisherige Beschäftigungsdauer von mehr als 6 Monaten. Aus dem TzBfG leitet sich kein gesetzlicher Anspruch ab. Ein Sabbatical steht und fällt mit dem Einverständnis des Chefs. Mit guten Argumenten und einem überzeugenden Plan haben es aber schon viele Arbeitnehmer geschafft, ihren Chef zu überzeugen.

Welche Sabbatical-Modelle gibt es?

Um gut vorbereitet in die Auszeit zu starten, ist es wichtig, rechtzeitig für ein finanzielles Polster zu sorgen. Es gibt Modelle, bei denen man beim Arbeitgeber schon im Voraus Geld und Zeit für das Sabbatical ansparen kann. Auf diese Weise lässt sich die Auszeit wie ein längerer Urlaub verwirklichen.

Modell Unbezahlter Urlaub: Für eher kürzere Sabbaticals von ein paar Wochen oder wenigen Monaten, gibt es die Möglichkeit, unbezahlten Urlaub zu nehmen. Immer vorausgesetzt, es sind ausreichend eigene finanzielle Mittel vorhanden. Andernfalls ist dies das unsicherste Modell: Auf der einen Seite erhält der Arbeitnehmer wochenlang kein Gehalt, zum anderen muss er bei mehr als vier Wochen Freistellung (ruhendes Arbeitsverhältnis) sich selbst um die Kranken- und Pflegeversicherung kümmern bzw. privat dafür aufkommen. Von der Renten- und Arbeitslosenversicherung kann man sich als Sabbatical-Nehmer für die Dauer der Auszeit freistellen lassen.

Tipp

Rechtzeitiges Sparen ist das A und O.

Sowohl für kürzere als auch für längere Auszeiten empfiehlt es sich rechtzeitig anzusparen. Hierfür eignen sich Ansparpläne oder Fondssparpläne, in die man monatlich einen festen Betrag einzahlt.

Modell Zeitwert-Konto: Hierbei werden über eine längere Zeit Plusstunden auf einem Arbeitszeitkonto angespart. Gleichzeitig können alle geleisteten Überstunden und Prämien sowie Urlaub- und Weihnachtsgeld hier gutgeschrieben werden. Es kann monatlich z.B. ein bestimmter Prozentsatz vom Gehalt für das Ansparen des Sabbaticals abgeführt werden. Vorteile: Sie bleiben während Ihrer Auszeit krankenversichert und zahlen weiterhin in die Rentenkasse ein. Beim eingesparten Gehalt wird der Bruttobetrag abgeführt: So bleiben die monatlichen Einzahlungen steuer- und sozialabgabefrei.

Teilzeitmodell: Wer eine größere Zahl an Stunden ansparen möchte, kann auf das „Teilzeitmodell“ zurückgreifen. In der Praxis vereinbart der Arbeitnehmer dazu vor Beginn des Sabbaticals eine Teilzeitbeschäftigung, arbeitet aber für entsprechend niedrigeres Gehalt in Vollzeit weiter. Den in der Ansparphase einbehaltenen Lohn zahlt der Arbeitgeber später in der Freistellungsphase aus. Wichtig: Unbedingt vertraglich festhalten, dass diese Regelung zeitlich begrenzt wird und Mehrarbeitsleistungen als Voraussetzung gelten. Vorteil: Das Arbeitsverhältnis bleibt bestehen und man ist weiterhin kranken- und sozialversichert. Ein ähnliches Konzept: Freiwillig befristeter Lohnverzicht. Der Mitarbeiter bleibt dabei in Vollzeitanstellung, erhält jedoch nur einen Teil seines Lohnanspruchs. Auch hierbei ist eine Möglichkeit der Lohnfortzahlung im Sabbatical gegeben.

Sabbatical-Check: Absicherung nicht vergessen!

Je nachdem, wie lange, wo und mit wem Sie die Auszeit verbringen möchten, gibt es auch in Sachen Absicherung einiges vorzubereiten, damit Sie Ihr Sabbatical sorgenfrei genießen können.

Tipp

Gehen Sie auch in der Auszeit auf Nummer Sicher.

Welche Risiken sollen in der Auszeit abgedeckt werden und welche müssen nicht mehr abgedeckt werden? Manche bereits bestehenden Versicherungen braucht man während des Sabbaticals nicht. Hier kann ein Versicherungs-Check klären, ob man die eine oder andere Versicherung zeitweilig beitragsfrei stellen kann oder ob eine andere wichtige Versicherung noch fehlt.

Sabbatical im Ausland?

Sollten Sie Ihr Sabbatical im Ausland planen, ist es ratsam, vor der Reise zu prüfen, ob es mit den Reiseländern ein Sozialversicherungsabkommen gibt. Falls nicht, ist eine Auslandsreisekrankenversicherung empfehlenswert, die auch den Rücktransport aus dem Ausland absichert.

 

Auch an die Zahlungsmittel für unterwegs sollte gedacht werden: Aus Sicherheits- gründen ist es besser, nicht zu viel Bargeld bei sich zu tragen. Die BankCard und die Kreditkarte gehören daher unbedingt mit ins Sabbatical-Reisegepäck. Vor allem bei Buchungen von Mietwagen und Hotels hat sich die Mastercard mit weltweit mehr als 38 Millionen Akzeptanzstellen als zuverlässiger Begleiter erwiesen.

 

Mit welchen Karten Sie während Ihres Auslands-Sabbaticals am besten beraten sind, hängt von Ihrem Reiseziel ab.

Tipp

Eine weltweite Verkehrsmittel-Unfallversicherung ist z.B. bei Zahlung mit der Mastercard Gold inklusive.

Tipp

Damit Sie vor Ort flexibel bleiben, erhöhen Sie vor Reiseantritt das Tageslimit Ihrer BankCard sowie den Verfügungsrahmen von BankCard und Mastercard.

Auszeit vom Job – So planen Sie richtig

Erkundigen Sie sich zunächst, ob es in Ihrem Unternehmen bereits Regelungen für das Umsetzen eines Sabbaticals gibt. Wenn nicht, dann kommt es auf Ihre gute Planung und Ihr Verhandlungsgeschick an. Die meisten Sabbatical-Vereinbarungen werden individuell abgestimmt.

 

  • Wichtig: Frühzeitig anfangen zu planen. Dann dem Chef die Idee und das Konzept vorstellen.
  • Chef überzeugen, indem Sie die Vorteile für das Unternehmen aufzeigen: z.B. als Mitarbeiter ausgeruht und motiviert nach Auszeit wiederkommen, neue Fähigkeiten durch Weiterbildung einbringen, Entlastung für das Unternehmen in auftragsschwacher Zeit, etc.
  • Bei Zustimmung des Chefs: In die Feinplanung gehen!
  • Wenn es nicht in der Betriebsvereinbarung festgelegt ist, muss eine Sabbatical-Vereinbarung getroffen werden. Arbeitszeitmodell festlegen, Dauer der Auszeit, Anfangs- und Endtermin sowie Kündigungsausschluss. Alle Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber sollten stets schriftlich festgehalten werden!
  • Ausstieg und Wiedereinstieg klären
  • Vertretungsregelung vereinbaren
  • Regelung treffen, ob Krankheitstage während des Sabbaticals „angerechnet“ werden können
  • Klärung des Status der betrieblichen Altersversorgung und anderer Sonderleistungen während des Sabbaticals

So sparen Sie Geld für Ihre Auszeit – Kontinuität zahlt sich aus!

Eine der wichtigsten Fragen beim Planen einer Auszeit lautet: Ist der Lebensunterhalt während der Auszeit gesichert? Damit alles gut läuft, sollte man sich frühzeitig darauf vorbereiten und regelmäßig etwas tun. Beispielsweise durch einen Fondssparplan oder einen Ansparplan. Beide Optionen helfen ein Finanzpolster in kleinen Schritten aufzubauen, über das Sie während Ihrer Auszeit flexibel verfügen können.

 

Oft empfiehlt es sich zusätzlich im Vorfeld und vor allem während der Auszeit Einsparungen vorzunehmen und die laufenden Kosten zu reduzieren. Mit einem Haushaltsplan fängt alles an. Hier sollten auf einen Blick alle festen monatlichen Ausgaben und Einnahmen aufgelistet werden. Punkt für Punkt lässt sich damit überprüfen, wo Ausgaben gesenkt oder komplett eingespart werden können.

 

Spar-Tipps:

  • Unnötige Zeitungs-Abos kündigen
  • Zum günstigeren Mobilfunkanbieter wechseln
  • Gas- und Stromverträge jährlich prüfen; vergleichen und wechseln
  • Mitgliedschaften (z.B. Sportverein) prüfen und ggf. ruhen lassen
  • Wohnung untervermieten (Mietvertrag prüfen!)

Tipp

Durch regelmäßiges Zurücklegen kleiner Sparbeträge ein finanzielles Polster aufbauen.

Fazit: Bei einem Sabbatical ist eine gute Planung das A und O. Vom Auszeitkonzept über die genaue Absprache mit Familie und Chef bis hin zur Finanzierung und Absicherung sollten Sie Ihre Ziele Schritt für Schritt konsequent umsetzen. Nutzen Sie gern die Beratungskompetenz Ihrer Sparda-Bank und informieren Sie sich über Ansparkonzepte, Versicherungsleistungen während der Auszeit, Auslandszahlungsmittel und vieles mehr.

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