Es gibt Frauen, die Kinder und Karriere gut unter einen Hut bekommen. Und es gibt Männer, die halbtags arbeiten, damit die Partnerin beruflich durchstarten kann. Aber: Im Schnitt verdienen Frauen in Deutschland immer noch deutlich weniger als Männer und arbeiten häufiger in Teilzeit. Die Folge: eine gesetzliche Minirente im Alter. Da hilft nur eins: private Vorsorge. Wie Frauen jetzt aktiv werden können.

Altersvorsorge: Warum Frauen mehr tun müssen

Gesetzliche Rente

Privat vorsorgen für mehr Rente

Ob mit Kind oder ohne – Frauen haben beim Thema private Altersvorsorge meist Nachholbedarf.

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usbildung, erster Job, Familiengründung, zurück in den Beruf, Pflege eines Angehörigen: Viele Frauen sind heute in puncto Familie und Job flexibel wie nie – und stehen im Alter vielleicht dennoch mit ziemlich leeren Händen da. Denn sie sind beim Thema gesetzliche Altersvorsorge gleich mehrfach im Nachteil. Auch wenn viele Väter sich inzwischen mit Elternzeit und Flexibilität einbringen, übernehmen zumeist die Frauen den größeren Teil bei der Kinderbetreuung. Sie bleiben länger bei den lieben Kleinen zu Hause und arbeiten danach oft in Teilzeitjobs. Bei ihrer Altersvorsorge gibt es drei Besonderheiten:

 

  • Der Verlauf des Berufslebens ist entscheidend, wenn es um die Höhe der späteren gesetzlichen Rente geht. Häufig arbeiten Frauen weniger „volle“ Berufsjahre als Männer.
  • Noch immer verdienen Frauen in gleicher Position in Deutschland im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer. Das wirkt sich auch auf die Rentenansprüche aus.
  • Frauen leben statistisch betrachtet länger und brauchen daher im Alter für einen längeren Zeitraum Geld als Männer.

 

Umso wichtiger ist es für Frauen, je nach Lebenssituation rechtzeitig mit der Altersvorsorge zu starten – gern auch gemeinsam mit ihrem Lebenspartner.

 

37 Prozent weniger Rente für Frauen

Frauen sind vor dem Renteneintritt durchschnittlich nur 26 Jahre berufstätig, Männer hingegen fast 40 Jahre. Hinzu kommt, dass Frauen häufiger in weniger gut bezahlten Berufen oder Minijobs arbeiten – oder für den gleichen Job schlechter bezahlt werden als Männer.

 

Das dicke Ende: Die gesetzliche Rente fällt für Frauen deutlich geringer aus als für Männer. Dem Rentenreport des Deutschen Gewerkschaftsbunds zufolge beträgt die aktuelle Durchschnittsrente der Frauen in Hamburg nur 710 Euro, während die Männer im Schnitt 1.118 Euro aus der Rentenkasse erhalten (siehe Grafik unten).

So viel Rente gibt's für Frauen und Männer in Norddeutschland

Ein Blick auf die Alterseinkommen zeigt, dass Frauen im Norden wie im Bundesdurchschnitt beim Thema Rente hinter den Männern zurückstehen.

So sieht es in ganz Deutschland aus

Bundesweit ist die durchschnittliche Rente von Frauen nur etwa halb so hoch wie die von Männern. Bei Frauen liegt die durchschnittliche Altersrentenzahlung bei 618 Euro im Monat. Männer erhalten im Durchschnitt pro Monat 1.037 Euro.

Gründe, warum Frauen und Männern Altersarmut droht

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Achtung Rentenlücke!

Die gesetzliche Rente allein reicht in der Regel nicht aus, um im Alter den gewohnten Lebensstandard zu halten. Ein Beispiel:

Einer Frau, die nur die gesetzliche Rente bezieht, steht nach 45 Beitragsjahren weniger als die Hälfte ihres bisherigen Nettoeinkommens zu Verfügung. Trotz geringerer Sozialabgaben entsteht so die sogenannte Rentenlücke – und die lässt sich nur mit einer privaten Altersvorsorge schließen.

Die Rentenlücke betrifft alle

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum es so wichtig ist, in Sachen Altersvorsorge zu handeln: die sogenannte Rentenlücke (siehe Grafik links). Diese könnte sogar noch größer werden, wenn das Rentenniveau weiter sinkt. Bei Frauen mit überdurchschnittlich hohem Einkommen ist die Rentenlücke prozentual besonders hoch. Ein Beispiel: Nadine, Jahrgang 1970, verdient als Programmiererin 50.000 Euro brutto im Jahr. Um ihren Lebensstandard im Ruhestand zu halten, benötigt sie rund 80 Prozent ihres letzten Nettoeinkommens. Doch mit der gesetzlichen Rente würden ihr laut einer Berechnung des Fondsverbands BVI nur 1.558 Euro im Monat zur Verfügung stehen. Ihre persönliche Rentenlücke: stolze 811 Euro pro Monat – also 34 Prozent ihres finanziellen Bedarfs von 2.369 Euro im Rentenalter!

 

Höchste Zeit, mit der Altersvorsorge zu starten

Niemand sollte natürlich seinen persönlichen Lebensentwurf komplett von finanziellen Erwägungen abhängig machen. Ohnehin lässt sich das Leben nicht bis ins Detail planen. Lebenslange Partnerschaft oder Trennung, steile Karriere oder längere Arbeitslosigkeit – wer weiß schon, was das Leben so bringt?

 

Eine Patentlösung gibt es nicht, aber zwei Faktoren sind wichtig: das Lebensalter und die damit verbunden Zeit bis zur Rente, sowie die aktuellen Lebensumstände wie die Familien- und Vermögenssituation. Denn daraus ergeben sich ganz unterschiedliche Möglichkeiten für die eigene Vorsorge. In jedem Fall heißt es, flexibel bleiben und die Altersvorsorge in die eigenen Hände nehmen – und sei es auch mit kleineren Beträgen.

 

Wie das genau aussehen kann, haben wir an einigen Fallbeispielen für Sie durchgespielt (natürlich können auch andere Lösungen sinnvoll sein). Die Vorschläge gelten übrigens genauso für Männer, etwa wenn die sich für die Teilzeitarbeit entscheiden und sich vornehmlich um die Kinder kümmern.

Fallbeispiele: So können Frauen vorsorgen

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    Paar mit Kind(ern), beide sind berufstätig

    Für berufstätige Frauen mit Kindern ist eine Riester-Rente wie die SpardaProfiRente ein guter Einstieg in die private Vorsorge. Ein großer Vorteil ist hier die Förderung vom Staat: Die Grundzulage beträgt aktuell 175 Euro, für jedes Kind gibt es zusätzlich 185 Euro bzw. für ab 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro pro Jahr. Damit kommen schnell mehrere Hundert Euro im Jahr an staatlichen Zuschüssen für die Altersvorsorge zusammen.

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    Paar mit Kind(ern), die Frau arbeitet Teilzeit

    Durch ihre Teilzeitarbeit erzielt die Frau in diesem Fall weniger Einkommen und sollte daher mehr privat vorsorgen als ihr Partner. Das könnte so aussehen: Das Paar legt beide Gehälter zusammen, um das gemeinsame Leben zu finanzieren, etwa Miete, Essen, Reisen und Hobbys. Die Frau bekommt aber einen größeren Betrag für die Altersvorsorge als der Mann. So kann sie zum Beispiel Monat für Monat etwas Geld in einen langfristigen Fondssparplan oder in eine Riester-Rente einzahlen. Beim Riester-Vertrag könnte die Frau die Kinderzulage in Anspruch nehmen, auf die der Mann in diesem Fall verzichtet.

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    Paar mit Kind(ern), die Frau arbeitet nicht

    Hier ist es besonders wichtig, die Altersvorsorge nicht aus den Augen zu verlieren. Eine gute Wahl ist – neben der Riester-Rente – eine private Rentenversicherung wie die SpardaFlexiRente Plus, die als fondsgebundene Rentenversicherung ausgesprochen viel Flexibilität bietet.

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    Alleinerziehende Frau

    Für Alleinerziehende ist eine Riester-Rente wie die SpardaProfiRente die erste Wahl. Denn auch mit kleinen Beträgen ab 60 Euro im Jahr können sie sich die volle Förderung von 175 Euro Grundzulage sowie 185 Euro für jedes vor und 300 Euro für jedes ab 2008 geborene Kind sichern. Gerade für Frauen, die in dieser Situation häufig nur in Teilzeit arbeiten können, ist diese private Vorsorge unverzichtbar. Tipp: Falls der Kindsvater nicht oder nur unregelmäßig zahlt, springt unter bestimmten Voraussetzungen das Jugendamt ein und überweist einen Unterhaltsvorschuss.

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    Single

    Ungebundene Frauen sollten frühzeitig ihren größeren finanziellen Spielraum für die Altersvorsorge nutzen. Denn je früher sie starten, umso größere Rücklagen können sie für die spätere Rentenzeit bilden. In diesem Fall bieten sich renditestarke Vorsorgelösungen wie ein Fondssparplan oder eine private Rentenversicherung an. Damit bleiben sie jederzeit flexibel und können die Höhe ihrer Altersvorsorgebeträge schnell an ihre Lebenssituation anpassen. Auch Riester-Lösungen sind aufgrund der staatlichen Zulagen und möglichen Steuervorteilen interessant.

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    Andere Lebensmodelle

    Der klassische Lebensentwurf der Familie aus Vater, Mutter, Kind bildet heute für viele Menschen nicht mehr ihre Lebenswirklichkeit ab. Auch Frauen in Patchworkfamilien,  gleichgeschlechtlichen Beziehungen oder mit anderen Lebensentwürfen müssen vorsorgen. Hier kommt es für die richtige Lösung auf viele Details an – und die lassen sich am besten in einem kostenlosen Beratungsgespräch bei der Sparda-Bank Hamburg klären.

Warum Geld liegen lassen?

Besser riestern: Die staatlichen Zuschüsse zur Riester-Rente sind wie Hundert-Euro-Scheine auf der Straße, die man einsammeln kann. Welche Riester-Sparform für Sie am besten geeignet ist, prüfen wir gemeinsam mit Ihnen im persönlichen Beratungsgespräch.

Jetzt staatliche Zuschüsse sichern!

Es gibt viele Lebensmodelle und viele Möglichkeiten vorzusorgen. Die Experten der Sparda-Bank Hamburg beraten Sie mit ihrer Kompetenz und Erfahrung und finden den Altersvorsorge-Mix, der am besten zu Ihnen passt. So können Sie für Ihren Ruhestand ganz nach Ihren Vorstellungen und Möglichkeiten vorsorgen.

 

Wenn Sie sich bereits für eine Altersabsicherung entschieden haben, sollten Sie diese mindestens einmal im Jahr gemeinsam mit dem Bankberater auf den Prüfstand stellen und sehen, ob sie noch zu Ihrem Lebensentwurf passt. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für eine kostenlose Beratung unter der Telefonnummer 040/55 00 55 0 oder online gleich hier.

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